Was kostet ein Bolonka Zwetna Welpe?

 

Der letztendliche Preis für einen Welpen setzt sich nicht  nur dadurch zusammen, dass der Züchter

  • Futter
  • Impfungen
  • Pflege
  • Tierärztliche Grunduntersuchungen
  • Wurmkuren

 

bezahlt, sondern:

Hundezucht – die Voraussetzungen

Ein Hundezüchter, der eine vom Verterinäramt anerkannte Zucht führt, hat strenge Auflagen, die sich am Tierschutzgesetz orientieren.

 

Es muss genügend Platz und Auslauf auf dem Grundstück und im Haus geschaffen werden. Das bedeutet, dass der Züchter ein entsprechend großes Haus und Grundstück haben und unterhalten muss, um die Voraussetzungen für eine Hundezucht überhaupt zu erfüllen.

Das entsprechend große Haus muss

  • geheizt
  • beleuchtet
  • geputzt und
  • instandgehalten werden.

 

Es fallen also zusätzliche Kosten für die

  • Pflege des Hauses sowie für die
  • Instandhaltung des Hauses und des Grundstücks an

 

Mitgliedschaft in einem  Hundeverband ist für anerkannte Zuchten Pflicht

So addieren sich

  • Mitgliedsbeitrag des Verbandes
  • Erstellung der jeweiligen Ahnentafeln
  • Besuch von Züchterseminaren für die entsprechenden, nachweisbaren Qualifikationen des Züchters, die nach erfolgreichem Abschluss zur Zucht berechtigen


Auslauf, Zäune, Sicherheit

Zudem muss das Grundstück eingezäunt sein, um die Sicherheit der Hunde zu gewährleisten und es muss draußen wie drinnen die Möglichkeit bestehen, Hunde – zum Beispiel Rüden und läufige Hündinnen – voneinander zu trennen.

Es müssen also

  • Zäune gestellt
  • Bereiche abgetrennt
  • regen- und wetterfeste Liegeplätze installiert werden

 

Um ein 4000m2 großes Grundstück instandzuhalten und die Hundeauslaufflächen regelmäßig zu mähen, reicht ein einfacher, kleiner Elektrorasenmäher nicht aus. Es muss also

  • Mähtechnik angeschafft, gewartet und ebenfalls instandgehalten werden.
  • Die Zäune müssen regelmäßig begutachtet und bei Bedarf repariert werden.

 

Hundezucht – Kein Beruf, sondern ein Lebensstil

Was der Züchter bietet

Das Haus kann nur verlassen werden, wenn eine fachmännisch geschulte Person, die bezahlt werden muss – wie in meinem Falle – anwesend ist

Dazu kommen

  • Permanente Unabkömmlichkeit
  • Kein freies Wochende im Jahr
  • Keinen Urlaub

 

Tagestouren sind nur möglich, wenn eine bezahlte, ausgebildete und mit der Zuchtstätte vertraute Fachkraft im Haus anwesend ist.

  • Wie im Kindergarten, kann in einer Hundezucht der Lautstärkepegel sehr hoch sein
  • Es gibt so gut wie keine Zeit, in der der Züchter einmal alleine für sich sein kann
  • Viele Nächte können nicht durchgeschlafen werden, da auch nachts der Züchter auf die Tiere reagieren können muss
  • Tragende Hündinnen sind nahe des Geburtstermines Tag und Nacht unter Aufsicht
  • Neugeborene Welpen und die Mütter sind ebenfalls Tag und Nacht unter Aufsicht

 

So niedlich, wie das Fiepen Neugeborener sein kann, so sehr kann es aber auch die Nachtruhe stören und das Schlafen unmöglich machen bzw. nur stundenweise ermöglichen, wenn die Welpen selbst gerade schlafen.

Ohne Zuchtbestand keine Zucht

Die Tiere einer Zucht, also der Zuchtbestand, muss

  • unterhalten
  • gepflegt
  • gefüttert
  • tierärztlich betreut

 

werden. Egal, ob Hündinnen, die Pause haben und nicht werfen, Rüden oder der Nachwuchs.

Hinzu kommen alle

  • Betten
  • Decken
  • Liegeplätze
  • Spielsachen,

 

die sich in der Zeitspanne eines Jahres in einer Zucht sehr schnell abnutzen.

Das Risiko einer Geburt

Auch bei Tieren kann es Komplikationen geben

Geburten bergen bei Tieren, genau wie bei Menschen, immer Risiken. Es ist ein Irrglaube, dass die Tiere ihre Geburten immer und komplett alleine regeln können und nie etwas schiefgeht.

Sollte zum Beispiel ein Welpe im Mutterleib querliegen oder sollten sonstige Komplikationen eintreten, muss unverzüglich ein Tierarzt oder eine Klinik bereitstehen – die im besten Fall vorab über die Geburt informiert wurde – und es muss ein operativer Eingriff erfolgen, der sofort bezahlt werden muss.

Kosten um 1500,- Euro

Diese Summe muss immer verfügbar sein und im Zweifelsfall bar bereit liegen.

Ans Haus gebunden

Vor einer Geburt ist es einem Züchter praktisch nicht mehr möglich, das Haus zu verlassen.

Das bedeutet:

Ca. eine Woche lang, um den errechneten Geburtstermin herum, können weder Termine wahrgenommen noch Einkäufe erledigt werden.

Der Züchter muss in diesem Fall vorsorgen!

 

Ohne Nachwuchs keine Zucht

Der Züchter muss sich in regelmäßigen Abständen Nachwuchs ’stehenlassen‘, wie man in Fachkreisen sagt.

Das bedeutet:

  • Aus unterschiedlichen Würfen muss er Hündinnen, ggf. auch Rüden, behalten, um den Zuchtbestand stabil und damit seine Zucht am Leben zu erhalten.

 

Hündinnen sind nicht vor dem zweiten Lebensjahr, Rüden nicht vor dem ersten Lebensjahr einsetzbar

Der Züchter hat demnach immer wesentlich mehr Tiere im Haus, als er tatsächlich für die Zucht einsetzen kann.

Der Nachwuchs, den ein Züchter aufzieht, ist aber keine Garatie dafür, dass die Tiere später auch einmal alle Kriterien der Zuchttauglichkeit erfüllen!

Dazu gehören:

  • Untersuchungen beim Tierarzt
  • Gentests in Labors
  • Ausstellung von Gesundheitszeugnis und Zuchttauglichkeit
  • Ausstellung der Ahnentafel vom Verband

 

Es kann also vorkommen, dass ein Züchter ein Tier 1 – 2 Jahre im Haus hat, nur um es am Ende dann doch abzugeben.

Ein zweiter Job – undenkbar!

Vor dem Hintergrund dieser Grundvoraussetzungen, die ein Züchter erfüllen muss, ist schnell jedem klar, dass ein Züchter keinen zweiten Job annehmen und pflichtgerecht ausführen kann, da praktisch immer jemand bei den Hunden sein muss.

Darum ist die Hundezucht nicht nur ein Beruf, sondern ein Lebensstil!


Züchter mit Familie

Vorteile

  • Manche Züchter haben Familien mit einem zweiten, berufstätigen Partner, was die finanzielle Situation natürlich entspannt.
  • Einige haben erwachsene Kinder, welche die Zucht auch mal übernehmen können, damit die Eltern das Haus verlassen, unter Umständen sogar verreisen können. Das ist aber nicht bei allen der Fall und auf keinen Fall die Regel!

 

Nachteile

  • Eine Züchter mit Familie hat immer auch andere Verpflichtungen, wie Feiern, Geburtstage, etc.
  • Die Menschen der eigenen Familie gehen, im Vergleich zu den Tieren, selbstverständlich immer vor!

 

Züchter ohne Familie

Nachteile

  • Ein Züchter ohne Familie ist auf geschultes Fachpersonal angewiesen und hat dadurch höhere Kosten.
  • Die Gebundenheit an Haus und Hof ist praktisch 100%. Wochenende, Tagestouren oder Urlaub sind undenkbar oder mit sehr hohen, zusätzlichen Kosten verbunden, die eine Hundezucht nicht abwerfen kann.

Vorteile

  • Ein Züchter ohne Familie hat keine weiteren Verpflichtungen und ist allein für die Tiere da
  • Es gibt niemanden, der wichtiger ist als die Tiere und in der Wertigkeit über den Tieren steht

Die Farbe

Der Preis eines Bolonkas variiert je nach Farbe

Das mag man nun gut oder schlecht finden, doch das ist einfach die Realität der Zarenhunde Bolonka Zwetna.

Starke und reine Farben wie

  • gold
  • braun
  • rot
  • rotgold
  • rotbraun

 

sind selten, gelten als sehr wertvoll und sind in der Regel entsprechend teurer.

Das Besondere hat seit jeher seinen Preis.


Womit muss ich rechnen?

Was ist der Preis für einen Bolonka Zwetna Welpen?

Was kostet ein Bolonka?

Zieht man all die oben genannten Punkte in Betracht, wird verständlich, dass der Preis für einen reinrassigen Zarenhund der Rasse Bolonka Zwetna zwischen

1200,- und 1500,- Euro

liegen muss.

Sollten Sie billigere oder gar Billigangebote sehen, werden sie misstrauisch!